Weil die Liebe ALLES möglich macht!

Aktualisiert: 22. Juni

Ich wusste schon, dass Luisas & Jens` freie Trauung emotional werden wird. Dass sie mich an Ort und Stelle selbst zum Schluchzen bringt, damit hatte ich allerdings nicht gerechnet. Doch Profi ist Profi und Mensch ist Mensch, da dürfen alle Emotionen sein, wie ich finde. Wie es zu diesem großen, Stuhlreihen-übergreifenden Gefühlsausbruch in dieser freien Trauung kam? Nun, das ist einfach erklärt. Doch erst einmal zu den Anfängen… Luisa & Jens tüftelten schon ein paar Tage an ihren ersten Hochzeitsvorstellungen, als sie mich als Traurednerin für ihre freie Trauung kontaktierten. Für die beiden war von Anfang an klar: Wenn wir einmal heiraten, dann unbedingt in einer freien Trauung. Und ebenfalls war klar: Wenn wir einmal heiraten, dann bitte in einer Strandtrauung an unserem Lieblingsort in Sankt Peter Ording (SPO). Also lernten wir Drei uns in gemütlicher Runde kennen, befanden freudestrahlend auf beiden Seiten, dass wir den Weg bis zur freien Trauung gemeinsam gehen wollten und los ging´s! Jedoch!! Als die Zwei ein paar Monate vor ihrem großen Herzenstag zum Traugespräch in meinem kleinen Schreibbüro zu Gast waren, wirkte Braut Luisa sehr geknickt. Sie berichtete stockend, dass ein ganz besonders wichtiger Gast an ihrem großen Tag fehlen würde. Es stand fest: ihr Bruder würde die Trauung nicht miterleben können. Als Berufs-Soldat müsse er einen Beitrag zum Schutz des NATO-Partners Slowakei leisten. Die Stationierung deutscher und anderer NATO-Truppen zur Grenzsicherung war beschlossene Sache. Und somit auch die Abreise des eigenen Bruders in die Nähe eines Kriegsgebietes. Ich meine, was für ein Schock war das für uns alle? Ein Krieg vor unserer eigenen Haustüre. Mit schicksalshaften Auswirkungen, die sogar bis auf mein kleines Traurednerinnen-Sofa reichten? Dieser Krieg war und ist bis heute unfassbar für viele Menschen und für mich natürlich auch. Familiär direkt betroffen zu sein, ist bestimmt unsagbar schwer zu ertragen und es ist auch schwer, dauerhaft in Sorge aushalten zu müssen. Das war und ist eine riesige, emotionale Herausforderung, wie ich finde. Als Traurednerin fragte ich mich in der Vorbereitungszeit zu Luisas & Jens freien Trauzeremonie: „Wie bekomme ich jetzt die Kurve zu einer fröhlichen, unbeschwerten freien Trauung? Was schreibe ich? Wie gestalte ich diese Zeremonie? Welche Worte werde ich finden?“ Mir war schnell klar, diese freie Trauung braucht eigentlich nur eins: Den reinen, klaren Focus auf die Liebe der Beiden!! Auf die Bindung, ja, auch auf die Leichtigkeit, auf den großen Zusammenhalt der Familien und auf den aller mitfühlenden Menschen im In- und Ausland. Schließlich darf in einer freien Trauung alles sein, wie es ist. Ein super passendes Motto für die Strandhochzeit war ratzfatz gefunden: Family & Mee(h)r. Und was soll ich euch sagen? Genau so war es dann auch! Familie und soooo, soooo viel mehr war da, genau an diesem Tag!! In der Vorbereitungszeit nahm ich heimlich Kontakt zu Luisas Bruder im Ausland auf. Er schrieb mir einen ergreifenden Brief. Diesen trug ich in der Trauung als Riesenüberraschung dem Brautpaar und den Gästen vor. Gleichzeitig war der Bruder dauerhaft live per Video-Stream zugeschaltet worden. Nah und doch fern. Mittendrin. Dabei. Gemeinsam. Ein Moment so voller verbindender Liebe, das könnt ihr euch nicht vorstellen! Wir feierten gemeinsam diesen besonders-besonderen Moment im Leben von Luisa & Jens im hübschen „Pfahlbau-Restaurant Arche Noah in Sankt Peter Ording“. Auf ewig festgehalten in allen Facetten vom Profi-Fotografen Michael aus Sankt Peter Ording: MobbyPics Noch Fragen, warum dies eine der emotionalsten freien Trauungen war, die ich halten durfte? Neee, nöh?!

Vergesst nie: Es ist die Liebe, die die Welt im Inneren zusammenhält!